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 Das kleine Heilerlexikon (Karfunkel Lexikon) - Was ist was in der Kräuterkunde

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Sunje

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BeitragThema: Das kleine Heilerlexikon (Karfunkel Lexikon) - Was ist was in der Kräuterkunde   Fr Aug 15, 2014 11:42 pm

Vorwort:

Liebe Spieler, wenn man seine Familie besucht, passieren die interessantesten Dinge. So kam es, dass auf dem Küchentisch meiner Mutter eine alte Ausgabe der Karfunkel lag. Genaue Ausgabe: Karfunkel Nr. 1 2012
Ich für meinen Teil, fand diese, ich nenne es einmal Tabelle, ganz interessant und aus diesem Grund, veröffentliche ich das jetzt einfach mal. Ich habe es nicht für WoW angepasst. Es ist lediglich, eine Vorstellung von dem, was unsere Heiler alles so "zaubern" können und für Unwissende, wie es entsteht und was, was ist.




Absud

Ein Absud ist ein flüssiger Extrakt, der meist aus Rinden, Wurzeln und Hölzern, also festen Bestandteilen der Kräuter gewonnen wird. Man setzt die Kräuter je nach Inhaltsstoffen mit kaltem oder heißem Wasser an und kocht sie aus, wobei sich die Länge der Kochzeit ebenfalls nach den zu extrahierenden Inhaltsstoffen richtet. Die Hitze zieht dabei die Stoffe aus den Pflanzenteilen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind Pflanzenextrakte, die in organischen Lösungsmitteln gelöst bzw. durch Wasserdestillation gewonnen werden. Die Pflanze bildet sie in ihren Öldrüsen selbst und speichert sie im Planzengewebe (Blüten, Blätter, Samen, Wurzeln, Rinden etc. ). Meist werden sie nur verdünnt angewendet, weil sie stark haut- und schleimhautreizend wirken.

Aufguss

Beim Aufguss wird ein wässriger Extrakt durch das Übergießen von festen Pflanzenteilen mit heißem oder kochendem Wasser gewonnen. Zum Extrahieren der Inhaltsstoffe lässt man die Kräuter bis zu 15 Minuten ziehen und seiht sie anschließend ab. Der Aufguss ist also etwas milder als der Absud.

Augenstäbchen

Augenstäbchen sind sind mit Teig vermischte Mineralien oder Kräuter, die sich bei Bedarf in Augenwasser verwandeln lassen.

Augenwasser

Augenwasser ist ein Aufguss aus Kräutern, die zur Augenheilkunde verwendet werden. Meist kommt es kalt zum Einsatz, man kann aber auch ein Tuch mit dem noch warmen Aufguss tränken und auf die Augen auflegen.

Creme

Creme besteht aus einem wässrigen und einem öligen, fettigen Bestandteil, die emulsionsartig ineinander verteilt sind. Der Begriff wird heute oft synonym mit Gel, Salbe, Milch oder Lotion gebraucht, auch wenn diese eigentlich jeweils eine leicht andere Bedeutung haben. Bis zum 20. Jh. enthielten Cremes auch tierische Fette, aber da diese schnell ranzig werden, verwendet man heute nur noch pflanzliche Fette. ( ... ) Manche Cremes dienen auch als Basis für Arzneistoffe.

Dragees

Dragees waren ( ... ) kleine, mit Zucker, Sirup oder Honig überzogene Naschereien und hatten noch keinen bezug zur Heilkunde im modernen Sinne. Heute bezeichnet der Begriff Tabletten mit einem Überzug aus Zucker oder Sirup, der bestimmte Funktionen hat. ( ... )

Droge cheers *Trommelwirbel*

Als Droge (von mhd. "trocken, getrocknet") wurden ursprünglich Trocknung haltbar und verwertbar gemachte heilkräftige Pflanzen und deren Teile bezeichnet. Im Mittelalter nannte man Spezereien, Gewürze, Apothekerwaren etc. ebenfalls "Drogen". Heute meint Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch Substanzen oder deren Zubereitungen, die einen Rauschzustand hervorrufen und/oder eine Sucht befriedigen. In seiner pharmazeutischen Wortbedeutung bezeichnet er Pflanzen ( in Ausnahmen auch Tiere ) sowie deren Teile, aus denen Arzneimittel hergestellt werden.

Achtung! Wortwitz!:
 

Extrakt

Als Extrakt definiert das Europäische Arzneibuch "Zubereitungen von flüssiger, halbfester oder fester Beschaffenheit, die aus üblicherweise getrockneten pflanzlichen Drogen oder tierischen Materialien hergestellt werden." Sie können direkt als Arzneimittel verwendet oder zu solchen weiterverarbeitet werden.

Elektuarien

Elektuarien, Latwergen oder Leckmittel nennt man eine mit Honig zubereitete Arzneimischung (= Mus).

Paste

Eine Paste ist ein Gemisch aus festen und flüssigen Stoffen, bei dem die festen soweit überwiegen, dass die Paste streichfest und nicht mehr fließfähig ist. Meist haben Pasten eine Salbe als Grundstoff, die mit zusätzlichen Pulvern verfestigt wird, um ein zu schnelles Einziehen zu verhindern.

Pastillen

Pastillen sind eine Art Vorform der Tabletten, bestehen allerdings nicht aus fest gepressten Pulvern, sondern aus fest gewordenen Flüssigkeiten oder Lösungen. In der frühen Neuzeit waren sie die ersten "Fertigarzneimittel". Bei ihrer Herstellung werden Flüssigkeiten in gepuderte Formen gegossen und schonend getrocknet. Beim Lutschen oder Kauen der Pastillen werden die Wirkstoffe freigesetzt und von den Schleimhäuten ausgenommen bzw. mit dem Speichel in den Magen transportiert.

Pillen

Pillen sind in der Herstellung den Tortelli vergleichbar, aber deutlich kleiner. Ein Füll-, ein Binde- sowie ein Anstoßmittel werden mit dem eigentlichen Wirkstoff vermengt und zu einer leicht knetbaren, nicht klebenden Masse verarbeitet, aus der dann einzelne Kügelchen, eben die Pillen (von lat. pilula, "Kügelchen") geformt werden. Dies kann von Hand geschehen oder mit Hilfe eines "Pillendrehers", eines Instrumentes, mit dem man kleine Teile der Masse abschneiden und rollieren kann. ( ... ) Hauptsächlich wurden sie in der frühen Neuzeit verwendet und sind inzwischen wieder völlig außer Gebrauch gekommen, da sie die enthaltenen Wirkstoffe ständig an die Luft abgeben und ihre Hilfsstoffe Nährboden für Bakterien sind. Versuche, dem durch einen Überzug (z.B. aus Kakaopulver) entgegenzuwirken, blieben erfolglos.

Räucherungen

Räucherungen werden durch das Verbrennen von Kräutern hergestellt, die Kopfschmerzen, Erkältung oder Zahnschmerzen vertreiben sollten.

Salben

Salben werden auf der Grundlage von Butter, Gänse- und Schweineschmalz, Bärenfett und Hirschtalg hergestellt, in die Kräuter eingearbeitet werden. Im engeren Sinne ist ihre Zubereitung wasserfrei, was sie von der Creme unterscheidet, auch wenn diese beiden Begriffe oft synonym gebraucht werden. Salben dienen in der Regel als Arznei, Cremes kosmetischen Zwecken.

Tabletten

Tabletten (von lat. tabuletta "Täfelchen") werden aus stark zusammengepressten Pulvern hergestellt. Bei dieser Arzneimittel-Form kann eine ganz bestimmte Dosis in kompakter Form verabreicht werden. Sie waren im Mittelalter noch nicht weit verbreitet .. ( ... )

Tee

Tee im engeren Sinne ist ein Aufguss aus Schwarztee-Pflanzen, die bis ins frühe 19. Jh. hinein nur in Asien (hauptsächlich China) bekannt waren ... ( ... ) Im Mittelalter nannte man solch ein Heißgetränk nur Aufguss oder Absud, je nach Zubereitungsform. Es wurde damals auch noch nicht als Genussmittel getrunken, sondern lediglich zu Heilzwecken.

Tinktur

Eine Tinktur wird hergestellt, indem man eine Pflanze oder Teile davon (oder aus einen tierischen Grundstoff) in ein Lösungsmittel eingelegt, das die Inhaltsstoffe herauszieht. Üblicherweise handelt es sich dabei um Alkohol (meist 70%iges Ethanol) oder Wasser. "Tinktur" leitet sich vom lat. tinctura, "Färbung" ab. Entsprechend meint der Begriff in der Heraldik auch generell die Farbe oder die Färbung und wurde während des Mittelalters ebenso synonym für Farbe gebraucht.

Trank

Der Trank (soff, jus, potio) ist ein Kräuterauszug, der mit Wasser, Wein oder Essig hergestellt und mit Honig gesüßt und gleichzeitig konserviert wird. Dazu pulverisierte oder zerstoßene Kräuter mit Flüssigkeit überzogen, aufgekocht und gesüßt. Alternativ werden Kräuter in Leinensäckchen für längere Zeit in Flüssigkeit gehängt.

Tortelli

Tortelli sind kleine Torten oder Kekse, in deren Teig pulverisierte Kräuter eingebacken werden. Sie werden gegessen (eine Vorform der heutigen Tabletten), auf den Körper aufgelegt, dienen aber auch der Konservierung und Weiterverarbeitung zu Salben oder Tränken.

Umschläge

Umschläge bestehen zumeist aus Brot- und Mehlbrei, die mit Kräutern vermischt sind. Man kann auch Kräuter in ein warmes, feuchtes Tuch einschlagen und dieses dann als Umschlag auf betroffene Körperpartien legen bzw. "darumschlingen".





Nachwort:

Ich hoffe, es kann dem Ein oder Anderen weiterhelfen, sein Rollenspiel diesbezüglich auszubauen.

- euer Caed

Quelle:
Karfunkel Nr. 1 / 2012
Literaturhinweise:
Burkhard Bohne: Kräuterwissen aus alter Zeit, Stuttgart 2011 Lexikon des Mittelalters, div. Artikel
Rudolf Fritz Weiß, Volker Fintelmann: Lehrbuch der Phytotherapie, Stuttgart 2012
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